Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt

Schwarzarbeitende Putzhilfen oder Gärtner werden gerne von Hand zu Hand vermittelt. Das ist für alle Beteiligten attraktiv, denn für die Kunden ist es vermeintlich günstiger, für die Aushilfe ein lukrativer Nebenverdienst. Was viele nicht berücksichtigen:
es wird nicht nur das Steuersystem umgangen, sondern ist auch strafbar und kann weitreichende Konsequenzen haben, sowohl für die Arbeitskräfte als auch für die Arbeitgeber. Schwere Konsequenzen kann auch ein Unfall haben, oder wenn sich herausstellt, dass die Putzhilfe mitsamt Haustürschlüssel, Schmuck und Geld spurlos verschwunden ist.
Auf Nummer sicher geht, wer die Haushaltshilfe ganz legal bucht, so wie auch den Tischler, Elektriker, Hausgeräte-Reparaturservice usw.
Und wer mal genau hinsieht, wird feststellen – so viel teurer ist das gar nicht.

Strafen für Schwarzarbeit (Daymaker ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

Schwarzarbeit in Deutschland

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des IW in Köln hat herausgefunden, dass noch immer ca. 3 Millionen Haushaltshilfen schwarz beschäftigt werden.Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Erkenntnisse und vermutete Gründe gegen eine legale Beschäftigung: Von der Furcht vor der Bürokratie bis hin zu vermeintlichen finanziellen Einbußen sowohl für den Mitarbeiter als auch für den Arbeitgeber reicht das Spektrum der Einwände. Was viele jedoch nicht sehen: Die mögliche Ersparnis bei Schwarzarbeit kann schnell zunichte gemacht werden, wenn der Betrug auffliegt: „es drohen Geldstrafen bis zu 300000 Euro, im Extremfall sogar Freiheitsstrafen. Gehen beim Putzen Gegenstände zu Bruch, zahlt die Haftpflichtversicherung nicht. Richtig teuer kann es werden, wenn die Haushaltshilfe sich beim Putzen verletzt und nicht unfallversichert ist. Dann wir die Krankenversicherung versuchen, den Arbeitgeber für die Behandlungskosten zur Kasse zu bitten. Das Finanzamt kann auf Steuernachzahlung bestehen.“ (Süddeutsche Zeitung Ausgabe 177 vom 2.8.16).

Firmen wie Daymaker bieten den Mitarbeitern die Möglichkeit einer Festanstellung, so dass mehr als 450€ verdient werden können. Die Firmen stellen sicher, dass Mitarbeiter versichert sind. Wenn ein Mitarbeiter erkrankt oder Urlaub hat, liefert die Firma Ersatz. Der Auftraggeber muss sich um gar nichts mehr kümmern. Außerdem können die Dienstleistungen steuerlich abgesetzt werden. Eine Liste von Haushaltsnahen Dienstleistungsfirmen in Ihrer Umgebung hält der BHDU bereit: http://bhdu.de